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Sonntag, 12.03.2006

Rote Karte für den Tassentalk - oder warum die Weihnachtstassen offline sind

rote karteDie Mundstuhltassen (Wie Stonefield festgestellt hat heißen die jetzt Meckertassen)sind offline! Warum?

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mail von einem Sven Schreiber der sich als Hüter der Rechte der Mundstuhltassen aufführte und damit drohte, bzw. mir andeutete das ich Abmahnungen von BMG Sony, Jamba und dem Management der Gruppe Mundstuhl erhalten würde wenn der Download des Tassentalks auf meiersonline.de noch länger möglich wäre. Ich solle einen Link zu Jamba setzen.

Nun kann ja jeder eine Mail schreiben und behaupten er sei irgendwie Rechteinhaber an irgendwas. Da ich auf Herrn Schreibers Webseite keine Verbindung zu Mundstuhl erkennen konnte, schrieb ich eine Mail an Jamba und an Sony BMG.

Dies teilte ich Herrn Schreiber mit. Dieser reagiert und antwortete sinngemäß ich habe ihm keine andere Wahl gelassen, er müsse nun Jamba, Sony BMG und das Management von Mundstuhl informieren.

Jamba reagierte kurzfristig auf meine Mail und teilte mir mit, dass Herr Schreiber wohl der Hersteller des Spots sei. Gut, sehe ich ein, dann darf er auch mal meckern. Ich habe dann mit jamba vereinbart, einen Link auf jamba zu setzen. Der Spot auf meiner Seite ist für ein Handydownload eh zu groß.


Nun hat Herr Schreiber aber tatsächlich eine Rundmail an die angesprochenen Unternehmen geschrieben und am Freitagmorgen meldete sich dann die Agentur kick-media und verlangte wegen Verletzung der Urheberrechte die Einstellung der Downloadmöglichkeit des Tassentalk.

Ich habe dies dann auch umgesetzt und mich mit kick-media noch einmal per Mail in Verbindung gesetzt, um ihnen meine Sicht der Dinge darzustellen.

Der Tassentalk ist aus meiner Sicht deshalb so erfolgreich gewesen, weil er wie viele andere kleine Filme sehr schnell über das Internet und per Mail verbreitet wurde, diese Art der Verbreitung ist heute in der Marketingwelt unter dem Stichwort ?virales Marketing? bekannt und eine sehr gerne eingesetzte Werbeform.

Die Vorteile für Werbetreibende liegen auf der Hand, zum einen ist dies der nahezu kostenlose Versand der Werbebotschaft an einen fast unendlich großen Verteiler und zum anderen zahlt der Werbekunde kein Geld für die Nennung und die Speicherung seiner Daten auf Drittseiten.
Bei den Tassen hat sich Jamba die Rechte für mobile Dienste gesichert und verdient nun damit Geld, auch die Rechteinhaber wie die Agentur von Mundstuhl, Herr Schreiber und Mundstuhl selber, auch Sony BMG über die zusätzlichen CD-Verkäufe der Gruppe Mundstuhl.Dies ist alles absolut o.k. und ich wollte auch nie die Urheberrechte der Gruppe Mundstuhl oder von anderen Personen verletzten.

Bei Blogpulse ist aber auch klar zu erkennen, dass auch die Gruppe Mundstuhl mit von der Verbreitung des Tassentalks profitiert hat.

Ich bin der Meinung, das die Tassen mit voller Absicht über das Netz ungehindert verteilt werden konnten, um Mundstuhl und auch den Tassentalkspot bekannter zu machen.

Die Tassen sind offline, Mundstuhl für mich keine interessante Gruppe mehr!

Wer den Tassentalk noch auf seiner Seite anbietet sollte sich überlegen ob er dies weiterhin machen möchte. Ich denke Herr Schreiber wird sich auch noch auf die Suche nach anderen Webseiten machen die den Tassentalk auf ihrer Webseite haben.

Kommentare

stonefield am 12.03.2006 - 09:36

Das ist ja wieder einmal total lächerlich. Erst bietet Mundstuhl die Dinger kostenlos auf ihrer Seite zum Download an und dann bekommen die Leute, die es verlinkt (Werbung gemacht) haben noch Ärger. Insbesondere ist doch fast drei Monate nach Weihnachten der Gag schon durch. Räumen die jetzt im Netz auf, damit wir ab September damit wieder genervt werden?

Außerdem hätten sich Herr Schreiber & Co. den Aufwand sparen können, denn mit dem entfernen der Datei vom Mundstuhl-Server wäre das Problem gelöst gewesen. Sie sollten sich lieber auf die Suche machen nach den Leuten, die die Datei nicht verlinkt sondern selbst zum Download angeboten hätten.
Für mich ist das ein Problem zwischen Mundstuhl, Jamba und SonyBMG, denn es ist immer schwer die Rechte durchzusetzen, nachdem etwas im Netz frei verfügbar war.

Seit wann darf man eigentlich keine Links mehr setzen? Das Gegenüber ist doch dann in der Pflicht seine Inhalte bereitzustellen oder auch nicht. Ich hätte übrigens nicht Jamba verlinkt, sondern den Link mit Hinweis auf diesen Beitrag einfach entfernt.

stonefield am 12.03.2006 - 09:38

Kleiner Nachtrag: Ich habe die Tassen eben gerade auf Eurosport gesehen und festgestellt, dass der weihnachtlichen Hintergrund entfernt wurde und sie jetzt vor einem weißen Hintergrund sind. Außerdem wurden sie von den Weihnachtstassen in die bösen Meckertassen umbenannt.

marcc am 12.03.2006 - 10:12

Die Tassen, die ich gerade im TV sah, haben nun im Hintergrund einen Blumenstrauß und enthalten auch keine Zimtsterne mehr. Können natürlich, die sein, die stonefield gesehen hat. Nur habe ich Eurosport und einge andere Sender ganz bewusst nicht gespeichert.

Leitwerkluder am 12.03.2006 - 11:33

Puh, das ist ja der Hammer. Was soll das? Das Ding ist im Netz an jeder Ecke zu finden. Ich gebe Dir recht die haben doch nur positive Aspekte aus der Sache gezogen. Ohne das Internet würde die Tassen keiner kennen und die Jungs würden nicht soviel Kohle damit machen. Lass uns wissen wie es weitergeht.

marcc am 12.03.2006 - 12:25

Ab wann gab es denn die Tassen bei Jamba&Co kommerziell? Ich hatte damals keinen Fernseher und kannte sie deswegen nur aus dem Internet.

Mainbube am 12.03.2006 - 14:11

Ich hatte eben ein sehr freundliches Telefongespräch mit Herrn Schreiber. Wir sind uns beide einig, dass e-mail-Kommunikation auf emotionaler Ebene nicht immer geeignet ist Sachverhalte zu klären. Ich glaube nicht, dass er sich aktiv auf weitere Seiten zu bewegen wird und wenn dann in der Absicht diesen Webseiten Ärger zu ersparen.

celise am 12.03.2006 - 15:58

Hey, danke für die Info ... Tja so beissen sie in die Hand, die sie gefüttert hat ... oder so treten sie die Leute die ihr Filmchen bekannt gemacht haben.
Ich nehme den Link auch raus ... was für ein Theater, tz!

Lars am 12.03.2006 - 22:29

Hi. Ich bin der Lars von Mundstuhl. Ist schon lustig, wie schnell durch Fehlinformationen falsche Schlüsse gezogen werden. Von uns geistern diverse Sketche durch's Netz und wir finden das total cool, ist Werbung für uns und ich freue mich selber über jeden schwachsinnigen oder lustigen Link. Aber:
- Die Rechte aller von uns auf CD veröffentlichten Sketche gehören der vertreibenden Plattenfirma (in diesem Fall Sony)
- Zwischen Sony und Jamba gibt es seit einigen Monaten einen Vertrag, der Jamba den exklusiven Vertrieb des "Arschleckentassenspots" einräumt.
- Ist doch völlig logisch (wenn auch für manche nicht erfreulich), daß die Firmen "not amused" sind, wenn im Netz freie Versionen des Sketches erhältlich sind. Auch wir dürfen den Sketch nicht "frei" auf unserer Seite anbieten.
Also: Vielleicht können diese kurzen Fakten dazu beitragen, daß jetzt nicht alle in einen Topf gesteckt werden. Und außerdem: Das Teil hat doch mittlerweile eh jeder auf dem Rechner...
Tschö.
Lars

alex am 13.03.2006 - 15:02

wie wäre es denn,wenn man die eine Tasse "Sony" und die andere "Jamba",nennen würde.............

Julia am 05.04.2006 - 18:29

Mist, jetzt wollt ich mir doch die bösen Tassen nochmal anschaun und nu find ich die nirgends mehr :(

Conny Peak am 06.04.2006 - 18:17

Man saß ganz lustig beisammen, sprach über alte Zeiten
- und auch über die Weihnachtstassen.

Da ja bekanntlich nichts älter ist, als ein ?Spot? von gestern, schaute man vorsichtshalber noch einmal im Internet nach - und landete genau hier, auf dieser Seite?

Es ist ja doch immer irgendwie lustig zu lesen, was sich so alles in Deutschen Landen abspielt.
Da fabriziert einer einen Gag, der wird auch fast stündlich im TV verbreitet, alle Interessierten können ihn aufzeichnen, oder im Internet gratis herunterladen und verwenden.

Und dann, genau drei Monate später, kommen die Damen und Herren der deutschen ?Schlüsselindustrie?, mit Hauptsitz in Fernost, auf die wahrlich glänzende Idee, die Rechte an den Tässchen käuflich zu erwerben und in die Hände erfolgreicher Klingeltonvertreiber zu legen, um einen gebräuchlichen, deutschen Kraftausdruck in alle Welt zu tragen?.
Jaaaaa, man ist wirklich fähig, schnell, genial und einfallsreich im Lande der Dichter und Denker!!

Dann stellte sich uns nur noch die Frage:
?Wer mag wohl der unglaublich wichtige Herr Sven Schreiber sein??
Man kennt sich zwar aus in ?VIP-Kreisen?, - aber ein Herr Sven Schreiber?
Noch nie was von gehört!
InfoBote.de machte es aber möglich und des Herrn Schreibers Webseite wart schnelle gefunden!!

Jetzt kommt?s eigentlich?!!

Die Weihnachtstassen waren zu Urzeiten ja mal ein Lacher, aber das
?Herzlich willkommen beim international prämierten Spezialisten?
auf Schreibers Webseite ist schlichtweg der Kracher?.

Uns kullern noch heute die Lachtränen und wir haben bereits darüber nachgedacht, dieses ?Herzlich Willkommen?.? als Türschild herstellen zu lassen.

Natürlich soll?s eine Ostsibirische Fertigung werden, mit kroatischem Vertrieb in ganz Europa, damit sich erfolglose Abmahnversuche auch finanziell ?lohnen? und zur echten Lebensaufgabe ausarten.

Tausend Dank an all? Jene, die zu unserer Erheiterung beigetragen haben

Gruss
Conny Peak

Ralf am 26.04.2006 - 13:39

ganz schön öde von Mundstuhl.
Schade, dass dieser Schreiber weniger Humor besitzt als der kurze lichte Moment, als er die Tassen erschuf, vermuten lässt. Schönen Gruß an Herrn Schreiber ich glaube er hat keine Freude in seinem Leben und verdient wohl Mitgefühl (haha...neee). Sony und BMG..naja anderes Thema. Schon schade, dass es um alle soooo schlimm bestellt ist, dass man sogar die waahhhnsinnig wichtigen Rechte der Zimttassen schützen muss. Schade, dass es immer wieder Manager, Firmen und Gruppen gibt die sich wie habgierige Monster aufführen und überall auch den letzten Cent zusammengeiern müssen....

Mark Weyerer am 20.12.2006 - 18:03

Traurig Herr Schreiber, traurig für den rest der uncoolen, profitgierigen Gang. Mir solls egal sein denn ich hab Ihn schon seit letztem Jahr aber für alle Neutassenfreunde, schade.Was wollen diese "Herren" denn haben für die Rechte am song?Ne monatliche Rente von min. 12.000 ? oder geht auch eine Einmahlzahlung von mehreren Mio. Schade, traurig Ihr Profitgeier

DeLuxeSurfer am 06.06.2008 - 15:38

tja, aber wie das nun mal so ist bei profitgeiern - der rest der weltbevölkerung zeigt ihnen die arschkarte, dreht sich um und hält das recht auf public property hoch:

http://www.youtube.com/watch?v=EAhTCGkG95o

**zunge rausstreckt**

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