Sonntag, 06.09.2009

Bei uns macht man es dreimal oder die Stadt am H2O

Muss man als Frankfurter für eine Party extra an den Bodensee fahren? Ja, wenn es um eine Amici-Party geht. Anfang des Jahres hatten wir das große Glück den Veranstalter dieser Partys kennenzulernen und auf die begehrte Liste zu kommen. Wir packten also feinen Zwirn und ein nettes Ausgehkleidchen ein, denn die Party stand unter dem Motto des Films „Ein Herz und eine Krone“. In einer sehr stylishen Umgebung in Downtown Konstanz ging es dann rund, erst ein netter Sektempfang und dann essen mit vielen Amici wie bei Muttern. Die Speisen wurden von allen weitergereicht und bald fühlten sich alle Gäste an ihren Tischen wie Freunde.

Die Dareichungsformen der Speisen trug zu dieser besonderen Atmosphäre bei. Nicht einfach nur Antipasti auf Tellern, es ging einfallsreicher: Die essen mit amici in konstanz Antipasti in Einweckgläsern und auf großen Tellern. Das Risotto in einem komplett ausgehöhlten Parmesankäselaib und die Desserts als Berge von Süßen. Schlicht und einfach ein gelungenes Konzept.

Ein sehr guter Service, an dem sich manche Frankfurter Gastronomie eine Scheibe abschneiden könnte, trug auch zu einem gelungenen Abend bei.

Da sich Konstanz bei vielen Dingen am fast schon nahe gelegenen Zürich orientiert, wurde eigens ein DJ aus der Finanzmetropole der Schweiz als Plattenaufleger engagiert und er tat einiges um das Publikum ins Schwitzen zu bringen. Dies gelang im nachhaltig bei einigen Gästen, aber beim zum Teil verwöhnten Publikum der anwesenden Community tat er sich mit seinem sehr eigenen Sound mit künstlich eingelegten Pausen während einiger Klassiker der Dancebeats verdammt schwer. Durch die gute Organisation an den Bars wurden die Nichttänzer (aus welchen Gründen auch immer) aber schnell mit alkoholischen Getränken aus der Trance der eigenwilligen Bergbeats gerissen & in akute Gesprächslaune mit vielen neuen Amici gebracht.

Dem DJ empfehlen wir einen Sommerurlaub am Livadakia Beach auf Samos, dort hatte der zuständige Gute-Laune-Organisator ein verdammt gutes Händchen für Partybeats!

Konstanz ist aber nicht nur deshalb eine Reise wert, weil es sich dort mit Freunden gut feiern lässt und das Begrüßungsritual einem die große Freude bereitet attraktive Damen, oder Herren (eine Frage der Sichtweise) mit einem dreifachen Begrüßungsbussi (Martin Suter hat dazu was sehr nettes geschrieben) in die Arme zu schließen. Diese nette, schweizerische, Eigenart der körperlichen Annährung bei Begrüßung und Verabschiedung haben die Konstanzer ganz für sich lieb gewonnen.

blick von der schmugglerbucht auf den seeGäste aus Mainhatten werden mit einem „Bei uns macht man es dreimal“ einfach und sehr nett in den Kussrhythmus zurückgeholt, wenn sich diese nach dem zweiten „Schmatz“ lösen wollten.

Konstanz ist mehr als Küssen, es ist auch die Stadt am H2O und das besteht aus ziemlich viel Bodensee.

Ein Tag am See gehört hier einfach dazu!

Wir starteten gestern mit einer „Schwimmung“ vom Ufer der Schmugglerbucht bis zu einem der Seezeichen und endeten heute mit einer Miami-Vice-verdächtigen Bootstour, bei der wir den „einen“ Bodenseefisch verfolgten und nicht angelten. Neben dem Boot kreuzten wir mit den Rädern durch die Altstadt von Konstanz und konnten das sehr schöne Münster bewundern, fantastisches Eis schlecken & Prachtvillen an der Seestraße in Augenschein nehmen.

Ein absoluter Höhepunkt ist natürlich die Tittenshow der Imperia gewesen, ein unvergleichliches Schauspiel, welches wir uns vom See und von Land aus nicht entgehen ließen. Dieses Prachtweib ist das neue Wahrzeichen der Seemetropole und geizt direkt am Hafen nicht mit ihren weithin sichtbaren Reizen. In Konstanz recken sich die Brüste dieser Frau dem Besucher so entgegen wie die unzählbaren Segel dem Wind.
die brüste der imperia am hafen von konstanz am bodensee in deutschland
Um nicht mit den Brüsten der Imperia schließen zu müssen, soll noch gesagt werden, das auch die anwesenden Damen auf der Amiciparty, ganz im Gegensatz zu Audrey Hepburn in „Ein Herz und eine Krone“ sich nicht gerade verschlossen, sondern sommerlich offenherzig präsentierten und die Männerherzen höher schlagen ließen.

So ist es eben wenn man es dreimal macht, es ist einfach mehr da zum Leben und Genießen und beides kann man in der Stadt am H2O bestens. Wobei die Stadt auch noch ein tolles Panorma auf die Berge der Schweiz zu bieten hat.

blick vom bodensee auf die schweizer berge

Weitere Bilder vom Tag am schwäbischen Meer gibt es bei flickr.com und der fotocommunity.

Kommentare

Ilona am 10.09.2009 - 11:40

Weniger sind es die vollbusigen Frauen oder eidgenössische Kussrituale die mich Wahlfrankfurterin oft so sehnsüchtig gerade sommers nach dem See schmachten lassen; Nein der Sog liegt in einer anderen Form der sanft geschwungenen Erotik: Wellen, Wind und Wasserspiele wecken Sehnsüchte nach der oben so treffend beschriebenen Schönen am H20. Auf die aktuelle Debatte der Giftigkeit noch kurz eingehen wollend, so lässt sich eine solche durchaus gerade in Konstanz festellen und zwar auf den Radwegen. Wehe dem, der es wagt, sich auch nur kurzfristig auf der vermeintlich "falschen Seite" des Radwegs fortzubewegen, dem schallen die giftigsten Parolen entgegen, die so ganz der ansonsten meergleichen Gelassenheit und Behäbigket in anderen Dingen entgegenstehen. So treffend wohlwollend der Blick unseres Mainbuben, so blau der See, so kussreich die Begrüßung, so wohlgeformt die Frauenbüsten in Stein oder Fleisch, so polemisch bleibt doch die Giftigkeit gegenüber radelnden Geisterfahrern. Geschuldet wohl dem unsteten grünen Geist der durch die engen Gassen weht und an den falschen Stellen den Charme von "sauberer ischs Konstanzerischer" versprüht.

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